15. Februar, 2016
Bohne
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Erste

Bittere Niederlage der Ersten zum Hinrundenabschluss

SG Medizin Friedrichshain vs. THC Erste

Christic

Nico

Frieder

Lili

Elmar

Ramtin

David

Chris

Markus

Alex R.

Gonzalo

Endstand: 1:0 (0:0)

Tore:

  • 1:0 Gegner (84. Min)

Gelbe Karten:

Alex R., Lili, Ramtin

Bank:

Uwe, Fabi, Benni

Schiedsrichter:

Pierre Wawretschka

Zuschauer:

Hanno (!), Bohne, Dani, Konne, Alex, Pille,Kollege von Benni, Chris (Ü40)

Spielort:

Laskersportplatz, Persiusstaße 7 B, 10245 Berlin

Spielbericht:

Bilder vom Bloody Hell Magazine

Dank Wettergott Petrus durfte der THC mitten in seiner wohlverdienten Winterpause noch einmal zum Nachholspiel aus der Vorrunde antreten. Und das war kein unwichtiges, denn am Montagabend empfing Medizin Friedrichshain die wackeren Kämpfer mit dem Stern auf dem Herzen zum Eistanz an der Modersohnbrücke. Dass der eigentlich breit aufgestellte Kader unmittelbar vor Spielbeginn im Minutentakt dahinschmolz, versetzte Trainer- und Restteam einen kleinen Dämpfer, doch immerhin standen zum Anpfiff elf fitte und motvierte THCler auf dem Kunstrasen. Für Torwart Gonzalo war es gar das erste Pflichtspiel für den THC. Glückwunsch bzw. Kiste!

Der THC begann verhalten bis zurückgezogen und ließ die Hausherren erst einmal machen. Und die machten sich dann auch mit gepflegtem Passpiel und sauber ausgespielten Angriffen auf den Weg zum Führungstreffer. Dank der stabilen Defensivezentrale um den überragenden Chris, den pfeilschnellen Markus und Lili in Gestalt einer menschlichen Abrissbirne, gelang den Medizinern jedoch bis auf ein Schüsse aus der Distanz kaum nennenswerte Aktionen auf das Tor. Auf THC-Seite wäre man indes schon mit überhaupt etwas nennenswertem zufrieden gewesen, doch offensiv gelang so gut wie nichts. Eine Ballstafette über drei Stationen war da schon Szenenapplaus der 10 mitgereisten THC-Fans wert. Das sagt viel aus. Einerseits über den Pegel der Fankurve, andererseit über mögliche Schwerpunktthemen für die Winterpause.

In der zweiten Hälfte drehte sich dann das Blatt ein wenig. Medizin verkam zur Akupunktur und konnte lediglich mit Nadelstichen auffällig werden, der THC übernahm die Partie. Immer wieder schaltete die Offensive nach eroberten Bällen durch Lili schnell um und kam jetzt auch mehr und mehr zu Torchancen. Es bedurfte jedoch eines Geistesblitzes von Markus, um dem THC zu zeigen, dass hier heute mehr drin war als kalte Füße und Muskeltkater. Mit der Hacke legte der gebürtige Strandfußballer den Ball auf den völlig freistehenden Nico, der jedoch von soviel elfenhafter Köperbeherrschung von Markus dermaßen perplex war, dass er den Ball aus 15 Metern über das Tor nagelte. Es war jedoch der Startschuss für einen THC-Offensivlauf, der jedoch von Zeit zu Zeit mehr verfaserte, weil sich beide Mannschaften auf das Lamentieren, Motzen und gegenseitige Schuldzuweisungen einließen, was auch den Schiedsrichter phasenweise in die Bredouille brachte, weil er gar nicht mehr wusste, welche Mannschaft er für ihr Verhalten mehr bestrafen sollte. Ja, in dieser Phase des Spiels, wo andere Teams vielleicht einfach zwei Tore geschossen und sich dann auf die anschließenden Feierlichkeiten hätten konzentrieren können, ließ sich der THC die Butter vom Brot nehmen. Die konditionell sichtlich angezählten Mediziner erkämpften sich einen Standard nach dem anderen und so fiel das 0:1 schließlich auch nach einer Ecke, bei der THC kollektiv im Winterschlaf erstarrte.

So groß der Jubel auf der einen, so mächtig war auch die Wut im Bauch auf unserer Seite, was den letzten 15 Minuten des Spiels nicht zwingend gut tat. Jeder Pfiff des Schiris wurde ausdiskutiert, Fußball war nahezu Fehlanzeige. Einzig ein paar gute Einzelaktionen von Nico sorgten beim Gegner noch für Sorgenfalten. Zählbares konnte aber auch er nicht auf den Spielberichtsbogen zaubern. Der vor allem von ihm selbst bis heute viel umjubelte Abseitstreffer von Benni war dann auch leider das einzige Mal, dass der Ball noch einmal Bekanntschaft mit dem gegnerischen Tornetz machte. Ansonsten rammten sich beide Mannschaften zum Schlusspfiff, nachdem auf Medizinerseite der Jubel groß und auf THC-Seite die Gesichter lang waren.

Nein, dieses Spiel hätte man ganz sicher nicht verlieren müssen. Zum Glück ist ja jetzt Winterpause.

Benni


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Mit diesem Spielbericht lässt sich das erlittene Trauma vom Zugucken sehr viel besser bewältigen. Danke dafür!

Mit der Nachspielzeit in der Eckkneipe lässt sich das erlittene Trauma vom Zugucken sehr viel besser bewältigen. Danke dafür!

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