19. März, 2017
Pille
Erste

Babääääm!!!

THC I vs. SC Kristall, 18. 03. 2017

Koiba

Rezai%O

Pippo%D

Nino%O

Kossi%D

Mario%O

David

Ben

Benni

Hannes

Flo

Endstand: 3:0 (1:0)

Tore:

  • 1:0 Kossi (30. Min, 30 Meter, Vorlage Pille)
  • 2:0 David (55. Min, mit der Hacke, Vorlage Frieder)
  • 3:0 Koiba (70. Min, dem Torwart durch die Beine geschoben. Vorlage David)

Gelbe Karten:

Pippo, Benni, Pille

Bank:

Pille, Frieder, Ramtin

Schiedsrichter:

Pluto

Spielort:

An der Ostbahn

Spielbericht:

»How many goals need the THC first, before they believe, they can win?«

Eine bisher unbekannte Textzeile des großen Bob Dylan war das Motto des viel besungenen Weizenderbys zwischen dem mächtigen THC Franziskaner und Kristall. Und so war es schon beinahe rührend, dass als stille Reminiszenz an ein Meisterwerk des Gottvaters des Singer-Songwriting eine steife Brise über die Metro fegte. Orkanartige Böen machten schon vor dem Anpfiff klar, dass hier oben heute kein normales Fußballspiel stattfindet, sondern eine Zeitenwende in dieser ach so chaotischen THC-Saison in der Luft liegt. Vom ersten Windstoß an kam der THC mit den widrigen Bedingen besser klar, besann sich früh auf bisher gut versteckte Stärken: Zweikampfhärte, Kurzpassspiel, Ruhe im Aufbau, Teamspirit. Vorne machte Koiba die Bälle fest, im Zentrum rackerten sich Pippo und Kossi ins Spiel. Und so lief die Partie eigentlich fast 40 Minuten in eine Richtung, Zählbares kam jedoch nicht dabei herum.

Schließlich kramte Kossi dann doch noch irgendwo einen Dosenöffner aus dem Fußgelenk und hielt einfach mal aus 30 Metern auf des Gegners Tor. Ein bisschen Genialität, ein Funken Glück und eine perfekte abgepasste Windböe sorgten dann dafür, dass der Ball von Kossis rechtem Betonfuß unhaltbar ins Tor einschlug. Der THC führte 1:0, Zeitzeugen am Seitenrand bemühten schnell die Geschichtsbücher, wann dieser Umstand zuletzt eingetreten war: Sie suchen bis heute.

Mit einem 1:0 ging der THC also in die Kabine und das erste Mal seit November sah man eine überall strahlende Augen beim Pausentee. Mit dem Wind im Rücken dominierte das Heimteam schließlich auch vom Wiederanpfiff an das Geschehen. Durch einige Wechsel spülte es Außenverteidigerhero und Aushilfsstürmer David auf die Sechserposition neben Pippo. Ein taktischer Kniff, der am Ende spielentscheidend sein sollte, denn eben jener Tausendsassa Dr. David sprintete wenige später in den gegnerischen Fünfmeterraum und verwerte eine Hereingabe von Frieder mit der Hacke in die Maschen. Ja, mit der Hacke. Und ja, unser David.

Spätestens jetzt dürfte allen klar gewesen, dass an diesem Tag alles möglich sein kann. Auch deswegen steckte David knapp zehn Minuten später einen Pass in bester Uwe-Bein-Manier in den Raum durch, Koiba startete ein und schob den Ball dem Torwart durch die Beine. 3:0. In einem Heimspiel. Für den THC. Unglaublich!

Die letzten zwanzig Minuten beschränkte sich der THC dann auf die Verarbeitung der Geschehnisse, verwaltete das Ergebnis und geriet höchstens fünf Minuten aus der Ordnung. Kristall konnte in dieser Phase aber keine nennenswerte Torchance erarbeiten. Nach dem Abpfiff mischte sich in die Ungläubigkeit, dass der THC doch noch gewinnen kann, das sanfte Gefühl, dass dieser orkanartigen Samstag vielleicht ein Wendepunkt in der bisher verkorkste Saison sein könnte.

Wenn der THC diese Leistung auch in den weiteren Heimspielen bestätigen kann, dürfte der Abstieg bald kein Thema mehr sein. Wird es so kommen? Befragen wir dazu am besten Bob Dylan:

Dylan

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