24. März, 2017
Stuki
1. KF

Per Kantersieg in die nächste Runde

THC 1. KF - FSG Rudower Kickers, 24. 03. 2017

#RN3

Sven

Capitano

Göbbi

Max

Robert

Matze

Endstand: 7:1 (2:1)

Tore:

  • 1:0 #rn3 (Vorlage Tobsen)
  • 1:1 Rudow
  • 2:1 Göbbi (Vorlage Capitano)
  • 3:1 Robert (Vorlage #rn3)
  • 4:1 Mille (Vorlage Richard)
  • 5:1 #rn3 (Vorlage Capitano)
  • 6:1 #rn3 (Vorlage Weasel)
  • 7:1 Burak (Vorlage Mille)

Bank:

Tobsen, Richard, Mille, Burak

Zuschauer:

Phan, Dachs, Stuki

Spielort:

Lobecksportplatz

Spielbericht:

Der Pokalsieg gegen die Jungs aus Rudow – Gedächtnisprotokoll

Am vergangenen Freitag, den 24. März, ging es für die Kicker der 1. Kleinfeld vom THC (Tore, Hanf, Chaos) Franziskaner um den Einzug in das Pokalviertelfinale. Damit die Chance auf einen Titel in dieser Saison gewahrt werden konnte, nachdem in der Liga in dieser Spielzeit nichts mehr geht, musste man erstmal die FSG Rudower Kickers aus dem Pokal kegeln. Dabei gingen wir als Verbandsligist natürlich als klarer Favorit ins Spiel und alles andere als ein deutlicher Sieg wäre eine Überraschung gewesen.
Zu unserem Glück, aber auch zum Glück unserer zahlreichen Fans (3 (in Worten: drei)), durften wir zu Hause auf dem Lobeck antreten. Dieses Losglück (wie findet eigentlich so eine Verlosung statt und wo kann man sich als Losfee bewerben?) ersparte uns eine lange Reise nach Rudow und das folgerichtige Lösen eines Fahrscheins Tarifbereich C. Unser Kader für das Spiel sah in der Breite durchaus vielversprechend aus, was sich jedoch ausschließlich auf den potentiellen Bierkonsum in der dritten Halbzeit bezieht. Spielerisch wurde wieder einiges an Altmetall reaktiviert, was der informierte Fußballfan schon längst auf Altersurlaub in Thailand vermutet hätte. So gab Familienvater und Dauerpatient Mille sein gefühltes 100. Abschiedsspiel und tapte sich vor Spielbeginn so geschickt, dass man ihm seine Krankenakte kaum ansah. Noch abenteuerlicher gestaltete sich der Abwehrverbund. Im Tor spielte zwar wie gewohnt Matze, der sich im sogenannten Barcelona-Modell die Torwarteinsätze mit Katze Brodi gerecht aufteilt, aber auf den Abwehrpositionen kam es gefühlt zu einer Premiere. Neben Stammverteidiger Robert aka Herr Ex-Trainer aka Herr Trainer half Florian „Tobsen“ Hentze aus. Den hatten man in dieser Saison zwar nicht einmal mehr beim Training begrüßen dürfen, aber mit dem Fußballspielen ist es da wohl wie mit dem Fahrradfahren – gelernt ist gelernt. Als Ersatzspieler musste dann auch noch meine Wenigkeit aushelfen, der sich seit Tagen schon auf die Zuschauerrolle gefreut hat und hauptsächlich mit klugen Kommentaren á la „“Immer bohren, immer sägen, immer dran bleiben, bis die Kiste fliegt.“ (geklaut von Heinz Strunk) aufwarten wollte. Doch es half alles nichts, der Kader war dünn, also ran an den Speck. Glücklicherweise kennen sich die drei Abwehrrecken (Gesamtgewicht 210kg – also alle drei) bereits seit über 20 Jahren, denn sie lernten ja das Laufen und Grätschen in der E-Jugend bei der SG Lichtenow Kagel. Gelernt ist schließlich gelernt. So wurde auch vor Spielbeginn die Marschroute vorgegeben: „Kagler Zement anmischen“. Das dieser Zement bereits zu Jugendzeiten öfters brüchig war, lassen wir jetzt einfach mal außer Acht. Im Mittelfeld liefen neben Mille noch Capitano Martin, der braungebrannte Bauernverbandler Göbbi, Fashion Victim Burak aka Max Kruse (wegen der Frisur) und Sven The Weasel auf. Vor allem Sven glänzte vor Spielbeginn mit seiner obligatorischen Verspätung und trug wieder fleißig zur prall gefüllten Bier-Mannschaftskasse bei. Da Sven selber kein Bier trinkt, spricht man hier von der oft kritisierten Doppelbestrafung, welche in diesem Fall aber völlig angemessen ist. Im Sturm war Brasilien-Rückkehrer rn3 wieder mit an Bord.
Rein ins Spiel, zu dem ich allerdings gar nicht viel sagen kann, da sämtliche Aufzeichnungen über die Torschützen und Vorlagengeber verloren gegangen ist. Meine Erinnerung sagt mir aber, dass wir das Spiel von Anfang an klar dominiert haben. Wir setzten den Gegner schon am deren Strafraum unter Druck und kamen zu viel Ballbesitz und auch zu einigen Chancen. #rn3 merkte man sich seine brasilianische Spielfreude gepaart mit der Herthaner Laufbereitschaft in jeder Sekunde an. Man merkte außerdem, dass die Freundin einige Tage länger in Brasilien geblieben ist. Mit so viel Energie habe ich #rn3 das letzte Mal beim Pokalsieg der Hertha gesehen – also noch nie. Völlig verdient gingen wir dann auch mit 1:0 in Führung. Doch die ganz große Geilheit das zweite Tor zu machen ließen wir etwas vermissen und so kam es wie es kommen musste. Nach einem gewagten Kagler Querpass in unserer Abwehrreihe, für den man so schon in der F-Jugend angeschnauzt wird („Vor dem eigenen Tor nicht quer spielen!“), lief ein Rudower relativ unbedrängt auf unser Tor zu. Zwar versuchte ich im Höchsttempo den Angreifer noch zu stören, doch will das bei mir nicht allzu viel bedeuten. Kurz gesagt, ich war zu langsam. Zu allem Überfluss hielt der gewiefte Rudower Angreifer einfach mit der Pieke rauf. Die Flugkurve, obwohl eigentlich ziemlich gerade (spricht man dann noch von einer Kurve?), überraschte auch Matze im Tor. Dieser war nämlich schon in die andere Torecke unterwegs, was er auch immer dachte dort zu finden – der Ball war es jedenfalls nicht. Der einzige Spieler aus dem Abwehrverbund, der hier keine schlechte Figur abgab, war Robert, da er auf der Bank saß. Müßig zu diskutieren, wer an dem Gegentreffer die Hauptschuld trägt, aber es war ganz klar Tobsen. Dies sollte aber der einzige Treffer für die Rudower Kickers im ganzen Spiel werden. Zu unserem Glück konnten wir noch kurz vor der Pause – der psychologisch extrem wichtige Zeitpunkt – das 2:1 erzielen. Dementsprechend glücklich gingen wir auch in die Kabine. Doch dieses Glück teilten nicht alle Spieler vom THC Franziskaner. #rn3 übernahm sofort das Wort und gab ziemlich klar zu verstehen, dass die Leistung in der 1. Halbzeit mal so rein gar nichts war. Während ich mir innerlich noch auf die Schulter geklopft hatte – schließlich bin ich nur einmal zu spät gekommen – war der Strohwitwer also not amused. Woher dieser hohe Anspruch kommt, ist mir ein Rätsel. Als Fan von HERTHA BSC sollte #rn3 doch Kummer gewohnt sein. Am Ende sollte diese Ansprache jedoch Gold wert gewesen sein, denn in der 2. Halbzeit ließen wir Rudow keine Chance mehr und zeigten ganz klar, wer die bessere Mannschaft an diesem Tag ist. Schritt für Schritt legten wir ein Tor nach dem anderen nach und schlossen somit die 2. Halbzeit mit 5:0 ab. Besonders erwähnenswert ist dabei der Treffer von Mille, da ich hier den Assist gegeben habe. Wie aus dem Lehrbuch (Titel „Die unvorhersehbare Spieleröffnung für Anfänger“) bolzte ich den ersten Passversuch gekonnt in meinen Gegenspieler, nur um den Abpraller per Bogenlampe auf Mille zu spielen. Mille wiederum kamen die Zusatzkilos, die er sich die letzten Jahre hart erarbeitet hat, beim erreichen meines Passes zu Gute. Gekonnt stellte er seinen Po in den Gegner, so dass dieser die Bogenlampe unterlief. Klassischer Fall vom Titanic-Eisberg-Phänomen. In der Konsequenz konnte Mille allein auf den Torwart zulaufen. Dieser hatte in der Partie zwar bereits unzählige Schüsse entschärft, aber hier war er machtlos. Diesen Assist schreibe ich mir gerne in meine Statistik. Würde ich für jede Torvorlage 50 Cent bekommen, hätte ich jetzt schon ganze vier Euro und damit vier Euro mehr als kalkuliert.
Der begabte Mathematiker wird das Endergebnis bereits erahnt haben – am Ende gewinnen wir völlig verdient mit 7:1 gegen die Rudower Kickers. Vielen Dank an dieser Stelle an den stets fairen Gegner, bei dem zu mindestens in der ersten Hälfte kein Klassenunterschied zu erkennen war.
Enttäuschend war allerdings die Performance in der 3. Halbzeit. Der Bierkonsum muss in der nächsten Zeit besser werden. Genauso wie die Trainingsbeteiligung.

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