14. Mai, 2017
Bohne
Ü32

Kobra hatte recht

THC ü32 vs. Füchse Berlin, 13. 05. 2017

Daniele

Uwe

Bohne%D

Jonas%O

Rob%D

Jens

Oke

Stevie

Lili

Steffen

Khaled

Endstand: 0:1 (0:1)

Tore:

  • 0:1 Füchse (25. Min, Elfmeter)

Bank:

Yacine, Sebo, Jan

Schiedsrichter:

Mohammed Ezzeddine Neji

Zuschauer:

Edu, Edi, Benni, Lars (inklusive Boonenkamp)

Spielort:

METRO

Spielbericht:

Die 90 + 3 Minuten waren gerade beendet, da standen El Presidente und Il Capitano – namentlich Bohne und Jonas – am Mittelkreis beieinander, und die Gesichtsausdrücke der beiden ließen vermuten, dass sich in den vergangenen 93 Minuten Unerfreuliches zugetragen hatte. Minutenlang verweilten die beiden dort; sie lamentierten und sie haderten; haderten mit dem scheinbar unverrückbaren Schicksal der Ü32 in dieser Saison, bei nahezu allen engen Partien als Verlierer vom Platz zu gehen.

Diesmal stand eine 0:1-Niederlage gegen die Reinickedorfer Füchse am Ende, und es war ein Ergebnis, das den Spielverlauf am späten Samstagnachmittag nicht im Geringsten wiedergab. Insbesondere in der zweiten Halbzeit fand das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der Füchse statt; hätte man eine Heatmap zur Hand gehabt wie sie beim Sender Sky gerne mal zum Einsatz kommt, um die Aktivitäten und Bewegungen auf dem Feld abzubilden, so hätte sich wohl ein fetter dunkelroter Fleck in der Gästehälfte abgezeichnet. Und auch das Chancenverhältnis fiel insgesamt klar zugunsten des THC aus – nur fehlte es entweder beim vorletzen Pass oder beim Torabschluss an Präzision.

Ausschlaggebend für die Niederlage war die erste Hälfte: Da hatte man das Spiel eigentlich ganz gut im Griff, ließ den Ball auch zwischenzeitlich ganz ordentlich laufen, leistete sich aber bei leicht schwülem Wetter auf der Metro immer mehr Ungenauig- und Schlampigkeiten. Zudem begannen die THC-Senioren damit, Chancen großzügigst auszulassen – die beste davon hatte Jonas, als er nach etwa einer Viertelstunde allein auf den Torwart zulief und knapp verzog. Der Gast ließ sich dagegen nur überaus selten in Nähe des THC-Sechzehners blicken. Es reichte schließlich auch, dass der Füchse-Stürmer sich in selbigem einmal elfmeterwürdig von Liliom fällen ließ – den Strafstoß verwandelten die Weiß-Grünen souverän. Nulleins.

Die zweiten 45 Minuten bestanden dann aus: Anrennen. Der THC spielte ebenso aufwendig wie unglücklich, Strafraumsituationen gab es – so nicht durch Abseitspfiffe unterbunden – im Minutentakt. Bei zwei Großchancen von Yacine und Lili waren die Fäuste des Gästekeepers im Weg, manchmal fehlten beim finalen Pass wenige Zentimeter. Oder aber der Ball strich am Gehäuse vorbei wie bei Uwes Schuss, den er in den Torwinkel zu schlenzen gedachte. Die letzte Chance hatte Sebo in der Nachspielzeit mit einem Flachschuss nach einem Abpraller – aber irgendwie hatten die Herren in den orangenen Dressen so langsam schon festgestellt, dass es an diesem Tage definitiv nicht sein soll.

Die Evaluation verlegte man nach Abpfiff vom Mittelkreis Richtung Spielfeldrand, wobei die dort zur Hilfe genommenen Biere die Analyseschärfe nicht unbedingt begünstigten. Vielleicht taugt für dieses Spiel ja auch die simpelste aller simplen, aber zugleich wahrste aller wahren Fußballerweisheiten: „Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ Man sollte Jürgen Wegmann (formerly known as Kobra), der mit diesem Spruch die fußballerische Erkenntnisphilosophie quasi mitbegründet hat, mal schleunigst fragen, wie man das Pech wieder los wird!

Kommentar schreiben