8. Oktober, 2017
Pille
Erste

Erste will nicht Tabellenführer bleiben

Knallrot Wilmersdorf II vs. THC Franziskaner FC I, 07. 10. 2017

Christophe

Kossi

Konne

David%D

Nino%O

Ludo%D

Fabi

Marv

Markus

Frieder

Alex

Endstand: 2:1 (0:1)

Tore:

  • 0:1 Kossi (6. Min, nach Kurzpass von Ludo in den Knick)
  • 1:1 Knallrot (46. Min, Kopfball nach Willy-Sagnol-Gedächtnisflanke aus dem Halbfeld nach THC Anstoß)
  • 2:1 Eigentor Pille (74. Min, Freitsoßflanke ins eigene Tor verlängert)

Bank:

Hannes, Borrmann, Alex K., PIlle

Zuschauer:

Leon, Patricia

Spielort:

Fritz-Wildung-Str. 9

Spielbericht:

Mit zwei Siegen und ohne Gegentor kam der THC mit entsprechend breiter Brust den weiten Weg nach Wilmersdorf angereist, um seine Serie fortzuführen. Gespielt wurde wie gehabt im bisher erfolgversprechenden 3-5-2. Trotz eher ungünstigeren Bedingungen bei leichtem Regen auf rutschigem Teppichkunstrasen konnte der THC von Beginn an sein Spiel aufziehen. Das Team stand in der ersten Halbzeit weitestgehend gut, es wurde gut verschoben, die Räume eng gehalten, Ball und Gegner laufen gelassen. Die beiden 6er machten einen sehr soliden Job und vor allem David eroberte immer wieder viele Bälle, welche er umgehend in die Offensive spielte. Das konsequente Spiel belohnte Kossi dann nach etwas mehr als 5 Minuten mit seinem ersten Saisontreffer und einem schönen Schuss ins rechte, obere Eck des Tores nach Vorarbeit von Ludwig. Ein weiteres Tor von Christophe kurze Zeit später wurde dann vom Schiedsrichter aufgrund eines Stürmerfouls nicht gegeben, worüber man durchaus hätte diskutieren können. Meistens ging es beim THC über die rechte Seite, auf der Fabi seinen Gegenspieler teilweise schwindelig spielte und mehrere Bälle reinbrachte, jedoch leider häufig ohne Abnehmer. In der restlichen ersten Halbzeit gab es weitere spielerische Dominanz der Kreuzberger in eine Richtung, die ihre Überlegenheit jedoch nur zu selten in gefährliche Torchancen umwandeln konnten. Wenn es mal dazu kam, so wurden diese vergeben. Und so ging es mit einem bis dato ungefährdeten 0:1 in die Halbzeitpause. Während dieser schienen dann in den Köpfen diverse Schalter umgelegt worden zu sein. Zusätzlich wurde beim THC zum Wiederanpfiff kräftig gewechselt. In jedem Fall aber spielten die Gäste aus Kreuzberg nicht mehr ihr bis dahin souveränes Spiel. Fehlpass folgte auf Fehlpass, der THC gewann die ersten Bälle nicht mehr, gab dem Gegner Raum und griff nicht mehr konsequent an, wodurch dann auch der spielerisch limitierte Gegner zu Offensivaktionen kam. Und so kam es kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte, wie es kommen musste. Knallrot spielte den Ball nach rechts, einmal mehr wurde zu halbherzig gestellt und so konnte der Gegner unbedrängt in den Strafraum flanken, wo der Ball dann vom gegnerischen Stürmer ins lange Eck geköpft wurde. Ausgleich. Ein Schock für den THC, der das Spiel nach der ersten Halbzeit bereits gefühlt gewonnen hatte. Die Heimmannschaft aus Wilmersdorf spürte, dass der THC stark verunsichert war und warf sich nun auch noch mehr in die Zweikämpfe. Nach vorne gelang nun auch den Kreuzbergern nicht mehr viel und eine klare Linie im Spiel fehlte nun vollends. Auch hier kam es nun vermehrt zu Fehlpässen, schwachen Abschlüssen und verlorenen Zweikämpfen. Nach gut 30 Minuten dann der erneute Schock für den THC. Diesmal eine Flanke von der anderen Seite, ähnliche Position wie beim 1:1. Beim Klärungsversuch mit dem Kopf rutscht Pille eben diese unglücklich nach hinten über Alex weg ins eigene Tor. 2:1 Führung für Knallrot. Aus dem Schock zum Ausgleich wurden nun Selbstzweifel, schien man Spielverläufe wie diesen aus der letzten Saison doch zu genüge zu kennen. Letztlich blieb ein ernstzunehmendes Aufbäumen auf Seiten des THC aus und man verlor das 3. Spiel mit einem erbärmlichen Auftritt in der zweiten Halbzeit mit 2:1. Nachträglich kann man wohl sagen, dass man dieses Spiel niemals hätte verlieren dürfen. Faktisch war der Spielfluss nach den Wechseln zur zweiten Halbzeit jedoch vollkommen abhanden gekommen und das Spiel wohl schon zu früh als sicher entschieden geglaubt. Somit ist es am kommenden Samstag gegen den punktgleichen Gegner aus Weissensee wieder angesagt, fokussiert und konzentriert einmal mehr drei Punkte einzufahren und zu zeigen, dass Knallrot Wilmserdorf wirklich nur ein Ausrutscher war.

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