10. Juli, 2017
Bohne
Allgemein

Die Euro – Trophy bleibt in Manchester – jetzt mit Spielbericht!

Chorlton FC - THC Allstars

Nieke

Jan

Jan Turbo%D

Edi%O

Raack%D

Fabi

James

Paul

Richard

Stefan

Bohne

Endstand: 9:0 (5:0)

Bank:

Svenne, Tischer, Mike, Freddy, später noch 3 Jungs von Chorlton

Schiedsrichter:

Ein dreier Gespann der FA

Zuschauer:

Ari, Alex, Joey, Tom, Borrmann, Konne, Dani, Stukki, Nico, Sitti und ca. 50 Chorltonians

Spielort:

Manchester

Spielbericht:

Es wird Jahre dauern, bis sich Manchester vom Auftritt des THC Franziskaner erholen wird. Vielleicht Dekaden, ehe die Stadt die Energie verarbeitet hat, die aus Berlin über der Stadt einbrach. Heldenhafte Momente waren das, reicher an Kabinettstückchen, als Kuchentage im Bundestag. Eleganz gepaart mit Wucht und Klasse. Einsatzbereitschaft. Der unbedingte Wille, das Leistungsmaximum zu erreichen. Kameradschaft. Brüderlichkeit. Mannschaftssport von einem anderen Stern. Denn das Spiel, es dauert bekanntlich länger als popelige 90 Minuten. Verlieren wir aber, der Vollständigkeit halber, ein paar Worte zum unbedeutend-freundschaftlichen Kick gegen den Chorlton FC.

Die präsentierten sich auf der Anlage einer Polizeihunde/pferde-Schule so sehr in Gastgeber-Laune, dass die Himmelsstürmer aus Berlin als ebenso freundliche Gäste auftraten und sich auch deshalb am Abend vor dem Spiel in einen Rausch spielten/feierten. Eingelullt von warmen Reggea-Klängen und unerwarteter englische Sonne, dezimiert durch angerissene Sehnen, gebrochene Knochen und betäubte Gehirnhälften, schickte der THC eine Mannschaft auf den Rasen, die sich in freudiger Erwartung sommerlicher Gemeinsamkeit auf einen gemütlichen Kick eingestellt hatte. Stichwort: besseres 0:0. Machen wir es kurz und trotzdem schmerzvoll: am Ende war es ein aus Berliner Sicht schlechteres 0:9 und auch nur deshalb einstellig, weil die Boys aus Manchester zur Halbzeit drei Männer auf des Gegners Hälfte schickten. Gnadenbrot, eigentlich ganz lecker.

Fazit: Chorlton FC war der zusammengewürfelten Truppe vom THC überlegen wie ein Cruisergewichtler dem besoffenen Opa, der in der Dorfkneipe den Frust des Alters mit einem Nahkampf zu vertreiben versucht. Und so gab es auf die Schnauze. Aber richtig. Es half nur geringfügig, dass sich später das Gerücht verbreitete, einer der Chorlton-Stürmer sei vor wenigen Jahren noch auf Torejagd in der Jugendmannschaft eines Premier-League-Teilnehmers gegangen. Es half viel mehr: der seinen warmen Mantel der guten Laune über das Debakel legende Reggae, das Bier, die herzallerliebste Bewirtung, die schiedsrichterliche Tombola und die ein bis 22 Konter(!)-Bierchen im weiteren Wochenendverlauf.

Chorlton, es war uns ein Fest! Wir kommen wieder. Mit einem Mittelfeldmann, der früher mal drauf und dran war, im Profifußball Fuß zu fassen, kurz vor der Vertragsunterzeichnung von einem LKW angefahren wurde und mit in der Reha mit der Frau des Präsidenten fremdging. Vielleicht. Ganz sicher aber mit vollwertigen Freizeitfußballern mit dem Stern auf dem Trikot.

All the best!

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