17. September, 2020
Markus
Ü40

Underdog war gestern

THC Franziskaner FC - SF Kladow

Stephan

Daniele

Murat

Steffen%D

Khaled

Joscha%D

Ian

Chris

Heiko

Ercan

Ahmed

Endstand: 3:1 (2:0)

Tore:

  • 1:0 Stephan (2. Min)
  • 2:0 Joscha (28. Min)
  • 3:0 Ralf (56. Min)
  • 3:1 Kladow (81. Min)

Bank:

Ralf, Veysel, Lars, Daniel, Mike, Müse, Jörg

Auswechslungen:

  • 25. Minute Lars für Stephan
  • 26. Minute Ralf für Khaled
  • 31. Minute Mike für Murat
  • 46. Minute Jörg für Ercan
  • 69. Minute Müse für Chris

Schiedsrichter:

Klaus Lemmler

Spielort:

Lobeck

Spielbericht:

Pokal, 1. Runde. Wir sind ungeschlagener Landesligist. Underdog war gestern.
Der Gegner: SF Kladow. Zu unserem Glück hat uns das Pokal-Los ein Heimspiel
beschert. Kladow liegt ja nicht gerade um die Ecke... Turnschuh erinnert
im Franzi daran, dass einst eine THC-Mannschaft, deren Auswärtsspiel an einem
Sonntag morgen stattfand, schon samstags angereist sei (inkl. Übernachtung
und Bierseligkeit). Übrigens: Unser Liga-Spiel in Kladow soll an einem herr-
lichen Sonntag morgen im April stattfinden... verstehste?

Es gibt einige schmerzhafte Ausfälle, aber es kann sich glücklich schätzen,
wereinen solchen Kader hat. Im Vergleich zum Saisonauftakt sind neu an Bord:
Ahmed, Stephan, Khaled, Steffen, Lars, Ralf und Jörg. Das Trainerteam kann
aus dem Vollen schöpfen, auch die Bank ist gut und komplett besetzt.
Erst mal hinten absichern und kommen lassen? Vergiss es. Joscha und Ian
machen eine klare Ansage: Wir sind mutig und offensiv.
Die Theorie ist das eine, die Praxis nicht selten etwas anderes. An diesem
Samstag entscheiden sich Theorie und Praxis allerdings, sich zu vereinen und
Liebe zu machen. Es flutscht. Wir gehen schon in der ersten Minute mit Wucht
drauf. Das Spiel findet vor allem im Mittelfeld und in der Hälfte des Gegners
statt. Wir verschwenden keine Zeit: Bereits nach zwei Minuten vollendet Stephan
Joschas Eckball mit Kopf und Schulter zum 1:0. Zweifel, dass heute was drin
ist? Weggefegt.

Der Gegner hat kaum Ballkontrolle, auch weil wir ihm wenig Raum lassen. Wir
gehen konsequent drauf, greifen über die Flügel an, mitunter wirkt es wie Power-
play. Khaled und Steffen spielen Chancen heraus, mit denen wir allzu großzügig
umgehen. Murat wird ein Kopfballtor wegen angeblichem Abseits aberkannt. Die
Flanke in den Strafraum war allerdings dermaßen lange in der Luft, dass auch
Ahmed den Ball mit einem Sprint hätte erreichen können. Eine mehr als zweifel-
hafte Abseits-Entscheidung. Mal schauen, ob sich das bis zum Ende der Saison
noch ausgleicht...

In der 28. Minute entspricht das Torverhältnis endlich dem Spielverlauf und
den Kräfteverhältnissen. Ian beweist Übersicht und verlagert das Spiel mit
einem cleveren Pass, der eine neue Situation kreiert: Joscha hat Raum und Zeit,
packt seinen linken Zauberfuß aus und platziert den Ball aus gut 25 Metern
präzise unter die Latte. Ein wunderschöner Treffer zum 2:0.

In der Pause vergewissern wir uns: Sauber von hinten rausspielen, im Mittelfeld
die Räume dichtmachen, die Ordnung halten.
Dann machen wir da weiter, wo wir aufgehört hatten. Dabei nutzen wir auch die
gut besetzte Bank, um immer wieder positionsgetreu wechseln zu können. Raus und
rein. Es flutscht. 

In der 56. Minute tankt sich Daniele links bis zur Grundlinie durch, spielt
scharf und präzise nach innen, wo Ralf zum 3:0 einschiebt. Das sollte es gewesen
sein. Doch plötzlich geht die Ordnung verloren. Die Abstimmung der Mannschafts-
teile stimmt nicht mehr. Theorie und Praxis sind sich offenbar ein wenig gram.
Es flutscht nicht mehr ganz so glatt. Während wir die erste Stunde des Spiels
gefühlt in Überzahl waren und die Räume klasse besetzt haben, entstehen jetzt
hier und da Löcher (die wir nicht stopfen...).

Die Beine werden allmählich schwer, die Konzentration lässt nach, die warmen
Temperaturen hinterlassen Spuren. In dieser Phase rettet Heiko auf der Linie, 
ebenso Lars. Ahmed fährt Hände und Beine aus und wehrt einen scharf getretenen
Ball bravourös ab.
Doch selbst als Kladow in der 81. Minute das 3:1 erzielt (vorausgegangen war
ein Missgeschick unsererseits, das allerdings auch schon dem großen Rene Higuita
gegen den wunderbaren Roger Milla passiert ist), ist allenfalls nur kurz Verun-
sicherung zu spüren. Wir sind nach wie vor häufig in der gegnerischen Hälfte.
Wir sind zwar nicht mehr ganz so zielstrebig und lassen Torchance liegen.
Doch dieses Spiel geben wir nicht mehr aus der Hand.

Verdient und souverän gewonnen. Dank an Schiri, Gegner und unsere Supporter!

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