6. Oktober, 2016
Robert
1. KF

THC wacht gegen Raddatz zu spät auf

SG Raddatz - THC 1. KF, 12. 06. 2016

#rn3

Wiesel

Lümmel

Burak

Goebbi

Robert

Brodi

Endstand: 5:3 (4:0)

Tore:

  • 1:0 (20. Min)
  • 2:0 (28. Min, 9-Meter)
  • 3:0 (37. Min)
  • 4:0 (42. Min)
  • 4:1 Tobsen (66. Min)
  • 4:2 Spiletti (75. Min, Tobsen)
  • 4:3 Wiesel (82. Min)
  • 5:3 (90. Min)

Bank:

Tobsen, Ramtin, Spiletti

Spielort:

Berlin

Spielbericht:

Nach dem Spiel blieb die Erkenntnis, dass man so wie in der zweiten Halbzeit von Anfang an hätte spielen müssen. Leider kommt diese Erkenntnis im Fußball immer zu spät und kann deprimieren. Nun muss der THC nach der ersten Saisonniederlage den Kopf nicht in den Sand stecken, aber wie die Niederlage zustande kam, ist schon höchst ärgerlich. Der Herr Trainer forderte gegen Raddatz in der ersten Halbzeit eine Defensivtaktik und ein abwartendes Spiel seiner Mannschaft. Die Taktik ging irgendwie nach hinten los, denn zur Halbzeit lag der THC mit 0:4 Toren hinten. Was war passiert? Die Spielanlage des Gegners bestand darin, den Ball hinten hin-und herlaufen zu lassen und irgendwann den steilen Ball in die Spitze zu spielen. Die verordnete Defensivtaktik der 1. KF spielte ihnen dabei natürlich in die Karten. Zugegeben, Raddatz hatte vorne schnelle und fähige Leute, die sich immer wieder den Ball holten und ihn verarbeiteten konnten. Dennoch war die Passivität der THCler, besonders in den Zweikämpfen, nicht zu erklären. Die Gastgeber konnten machen, was sie wollten. Nach vorne fand keine wirkliche Entlastung statt, weil das Spiel zu behäbig war und die Offensiven Ronny und der Lümmel nicht gewinnbringend eingesetzt werden konnten. Als dann auch noch der quadratisch aussehende Abwehrchef und Kapitän, alias „Der Bus“, auf Seiten der Gastgeber zum zwischenzeitlichen 3:0 traf, war auch dem letzten Orangenen klar, dass hier etwas mächtig schief lief. Eine Wutansprache in der Halbzeit und ein Selbstapell an die Ehre, gepaart mit dem doch noch auftauchenden Spiletti brachte dann in Durchgang 2 Verbesserung. Ein Vier-Tore-Rückstand ist auf dem Kleinfeld noch einmal anders einzusortieren als auf dem Großfeld. Der THC ließ dem Gegner nun weniger Raum zum Spielen, verlagerte das Spiel wesentlich weiter nach vorne und war in den Zweikämpfen aggressiver. Den nervöser werdenden Raddatzern kam das nicht gelegen. Der THC bestimmte nun die Szenerie. Sie brachen immer wieder über die außen durch oder Spiletti dribbelte sich durch die Mitte. Nun offenbarte sich, dass die Abwehr um den „Bus“ doch recht schwerfällig daherkam. Es hagelte Torchancen für die Gäste, doch das Tor schien wie zugenagelt. Die Gastgeber waren eigentlich nur noch durch Konter gefährlich, doch die Katze Brodi spielte nun auch mit und konnte einiges abfangen. Der verdiente Anschlusstreffer fiel dann recht spät, vielleicht sogar zu spät. Tobsen fing einen Ball im Mittelfeld ab und fackelte mit links nicht lange. Der Ball schlug im rechten unteren Eck ein. Die Kreuzberger witterten nun ihre Chance und erhöhten die Schlagzahl noch einmal. Dani alias Spiletti traf zum 2:4 aus THC Sicht ebenfalls per Fernschuss. Nachdem kurze Zeit später Sventastic auch noch auf 3:4 verkürzte, schien mindestens das Unentschieden greifbar nah, nur lief die Zeit davon. Der THC kämpfte bis zum Schluss und ein 4:4 war allemal drin. Mit dem letzten Konter sicherte sich die SG Raddatz dann aber den Sieg. Zwei Spieler tauchten allein vor Brodi auf und spielten ihn aus. So endet das Spiel 5:3. Jede Mannschaft dominierte eine Halbzeit. Raddatz spielte die bessere und sichert sich so den Sieg. Beim THC gab es lange Gesichter und die oben genannte Erkenntnis. Die zwanzig warmen Berliner Kindl, die dank Burak in der Kabine warteten, wirkten wie ein sechstes Gegentor in der dritten Halbzeit. Der Durst hielt sich in Grenzen. Burak konnte aufgrund der Anreise per Bahn nichts dafür, dass die Biere warm waren. Gut, er hätte eine andere Sorte kaufen können, aber irgendwie passte das auch zu diesem verkorksten Sonntagmorgen. Trotzdem Prost und Forza THC!

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