19. April, 2017
Stuki
1. KF

Tempo erst ab Halbzeit zwei – eine gute Hälfte reicht gegen Hajduk Berlin

Hajduk vs. THC 1. KF, 06. 04. 2017

RN3

Goebbi

Capitano

Weasel

Herr (Ex)Trainer

Max

Brodi

Endstand: 1 : 6 (1:1)

Tore:

  • 0:1 Capitano (Burak)
  • 1:1 Hajduk
  • 1:2 Capitano (RN3)
  • 1:3 Weasel
  • 1:4 Weasel (Tobsen)
  • 1:5 Eigentor
  • 1:6 Max (Burak)

Bank:

Tobsen, Burak

Zuschauer:

Remo (nach Wegeunfall mit dem Skateboard), Richard (nicht berücksichtigt), Lümmel (nach Verletzung)

Spielort:

Haarlemer Straße 23-27

Spielbericht:

Tempo erst ab Halbzeit zwei – eine gute Hälfte reicht gegen Hajduk Berlin

An einem kühlen Donnerstagabend fuhren die Mannen der 1.KF nach Neukölln, um dort gegen Hajduk Berlin anzutreten. In der Mannschaftsstärke und qualitativ war man gut besetzt. Über den Gegner wurde heiß diskutiert. Die kroatischen Kollegen hatten einen sogenannten Wandspieler (Christian Streich forderte diesen vor ein paar Jahren für sein Team), d.h. einen Spieler der oft massig und groß ist, wenig läuft, aber den Ball hervorragend abschirmen kann, um zum Beispiel auf seine Mannschaftskollegen abzulegen. Da kam des THC‘ zweites Problem ins Spiel. Hajduk hatte einen Mittelfeldspieler, der beidfüßig eine ordentliche Fackel loslassen konnte. Diese Kombination sollte den Gastgebern helfen gegen den THC erfolgreich zu sein. In diversen Konstellationen wurde die Taktik dahingehend besprochen. Letztendlich entschied man sich den Wandspieler zu doppeln und den Gegner zu zwingen, mit den spielschwächeren Spielern das Spiel spielend zu eröffnen. Bevor es in den Partiebericht geht, muss noch ein Kabinenanekdote erzählt werden: Hobbyurlauber RN3 („Am Strand liegen ist meine Kultur“) ließ sich in ein Gespräch über Marcelinhos Abschiedsspiel verwickeln. Dabei kam die Sprache dann darauf, wo denn Kevin Prince Boateng derzeit seine Brötchen verdiene. Der selbst ernannte Spanienkenner RN3 bestritt dann gegenüber Brodi vehement, dass dieser nicht auf Gran Canaria bei Las Palmas spiele, sondern auf dem spanischen Festland. Der Wetteinsatz dieses mit Testosteron hochgetriebenen Konflikts war 10.000. Die Einheit blieb unklar. RN3 ging bitter baden und musste sich von nun an damit auseinandersetzen, was er Brodi in der Menge 10.000 nun schulde. Tipp des Autors: Vielleicht im Urlaub doch mal ein Blick in den Reiseführer werfen. Rein ins Spiel: In der ersten Halbzeit zog sich der THC gemäß der besprochenen Taktik weit zurück. Hajduk trug in Altherrenmanier ihre Angriffe vor, weswegen nicht viel Tempo im Spiel war. Sie leisteten sich genug Fehler im Aufbauspiel, dass der THC aus dem sich ergebenden Umschaltspiel hätte Kapital schlagen können. Doch die Gegenangriffe wurden zu behäbig und letztendlich zu umständlich vorgetragen. Es wirkte so, als wenn die Gäste nicht an ihre Chance glaubten. Mann der ersten Halbzeit war Capitano Martin. Zunächst brachte er die Seinen mit einem gekonnten Schlenzer vom Strafraum in Führung. Im eigenen Strafraum legte er dann laut Schiri zu sehr Hand an den Gegner und verursachte einen Strafstoß. Der Schiedsrichter schien eher einen Freistoß pfeifen zu wollen. Dazu waren dann aber die Strafraummarkierungen im Weg und er musste für ganz schön wenig einen Neunmeter geben. Dem Gegner wars herzlich egal, er glich aus. In der Pause wurde sich dann angeguckt und keiner konnte so recht verstehen, weswegen wir unsere eigene Schnelligkeit nicht ausnutzten. Daran wurde einfach nochmal appelliert. Wie der Herr (Ex-)Trainer sagen würde, ging es dann in Halbzeit zwei: Bupp, Bupp, Bupp! Ganze fünf Mal klingelte es im Hajduk-Tor in der zweiten Halbzeit. Das 1:2 erzielte der Capitano per Kopf, wobei „erzielen“ vielleict zu viel gesagt ist. RN3, der nur voll Möhre oder gar nicht kann („Ich habe diese Nacht schlecht geschlafen, weil ich gestern nur ein paar Bier getrunken habe. Dann lieber richtig oder gar nicht.“), feuerte den Ball von außen in die Mitte, wo Martin gar nicht mehr wegkonnte und „einickte“. Anschließend begann die Weasel-Show. Beim 1:3 zog er einfach den Turbo nach einem Hajduk-Fehlpass und war vor dem Tor eiskalt. So schnell wie der Ball drin war, hatte der Hajduker gar nicht gemerkt, dass er einen Fehlpass gespielt hatte. Auch beim 1:4 war The Weasel zur Stelle. Tobsen bekam einen Capitano-Ball in den Lauf und legte vor dem Tor auf das Wiesel quer, der einschob. Zum Abschluss legte Burak „Kruse“ noch zwei vor. Das 1:5 verwandelte der Gegner lieber selbst und den Schlusspunkt setzte der zukünftige Pariser Exilant Max, der sich im Podolski-Style verabschiedete. Das Tor war vielleicht nicht ganz so spektakulär, aber eben auch ein Abschiedstor. Letzen Endes war es dann doch eine eindeutige Geschichte für den THC, aber erst, nachdem man die Schnelligkeitsvorteile effektiv ausnutzte und dem Gegner seine Fehler aufzwang. Ligatechnisch ist die 1.KF nun wieder in der Spur und am oberen Mittelfeld dran. Allerdings kann bei der Logik der Liga kaum vorausgesagt werden, was noch möglich ist. Von Meisterschaft bis Abstieg ist gefühlt noch alles drin. Forza THC

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