14. November, 2019
Paul Hofmann
Ü32

Das nicht so dreckige 1:0 – Ü32 vs Rehberge

THC ü32 - BSC Rehberge, 17. 03. 2018

Claudio

Stefan

Göbbi

Uwe

Pille%O

Bohne

Jens

Reza

Sebo

Jan

Paul

Endstand: 1:0 (1:0)

Tore:

  • 1:0 Jens (44. Min, Genialer Pass von Stefan)

Bank:

Düse, Peter

Spielort:

METRO

Spielbericht:

Samstag, 15 Uhr – in einer Liga, in der ein offener Schlagabtausch jederzeit möglich ist, es keine großen und keine kleinen gibt, können wir mit einem Sieg unseren Tabellenplatz unter den ersten 3 (alle punktgleich) zementieren. In den bisherigen Saisons war unsere Bilanz gegen Rehberge negativ, aber wir kommen mit der besten Abwehr der Liga und Rehberge scheint nicht so stabil zu sein wie in den Jahren zuvor.

Es ist kalt, die Spieler tragen Leggins und Halstücher, die wenigsten spielen in kurzen Ärmeln. Es ist diesig, die Metro ist nass, im Kreis werden Flachschüsse angesagt. Es ist dieses besondere Wetter, in dem Worte weniger laut erscheinen. Ein Herbsttag wie aus einem 70er Jahre Ruhrpott Tatort. Uwe nuschelt in den Nebel: Heute wär ein geiler Tag für ein dreckiges 1:0.

Etwa 10, vielleicht 15 Leute haben sich als Publikum eingefunden. Als Novum gibt es Jonas in feinem Zwirn am Spielfeldrand. Sein bunt bemalter Gips hat nicht den Hauch einer Chance, über die konzentrierte Seriösität hinwegzutäuschen.

Anpfiff.

Rehberge gehören die ersten Minuten. Der Gegner spielt konzentriert und mit Plan strukturiert aus dem Mittelfeld in den Bereich vor dem Strafraum, wo jedoch die meiste Gefahr verpufft. Es wird viel geklärt und gibt ein paar Ecken. Einen Nachschuss bei einer dieser Ecken vom starken 9er von Rehberge muss Paul mit allem was er hat von der Linie kratzen.

Danach verlagert sich das Spiel. Der THC bekommt mehr Zugriff in Zweikämpfen im Mittelfeld, es gibt mehr Ballbesitz und vor allem über die außen kommen wir immer häufiger bis zur Grundlinie. Die Kombinationen werden gefälliger und statt lange Bälle hinten raus wie in den ersten Spielabschnitten wird jetzt nur an der ersten Pressinglinie vorbeigespiel und danach konstruktiv über Bohne und Uwe als Sechser aufgebaut. Das Fachpublikum am Spielfeldrand vermerkt den Kommentar eines Spielers aus der Ersten “Seit wann kann die Ü32 soviel besser Fußball spielen?”.

Nach und nach erarbeiten und vor allem erspielen wir uns Chancen. Kurz vor der Pause riecht es schon sehr nach Tor. Dann die 44. Minute. Schneller Aufbau über links, Stefan bekommt den Ball im Mittelkreis, der Gegner ist hoch aufgerückt. Jens sprintet bereits, gestartet ist er wahrscheinlich irgendwo an der eigenen Strafraumgrenze, Stefan spielt in den rechten Halbraum, ein Diehlball, unerreichbar für den herauslaufenden Torwart, genau richtig für Jens im Maximaltempo. Für Jens in Höchstgeschwindigkeit vergeht die Zeit anders als für uns Normalsterbliche. Jens sieht den Ball, den Torhüter, das Multiversum, alle möglichen Zukünfte, das Leben Jesu und vier mal die Herr der Ringe Trilogie bevor er in aller Coolness den Ball am herauslaufenden Keeper vorbei ins Tor schiebt. 1:0 und Konfetti für Stefans Zuckerpass.

Tor zum bestmöglichen Zeitpunkt.

Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit geht weiter wie die erste. Der THC mit dem etwas gefälligeren Spiel. Freistöße in aussichtsreicher Position werden vom Künstlerduo Sebo und Göbbi ausbaldowert, jeder einzelne ist brandgefährlich, aber Rehberges Keeper hat den Mittagsschlaf vor Anpfiff gemacht und steht immer richtig.

Die Feldvorteile des THC nutzt Rehberge zum Kontern und kommt zu zwei guten Gelegenheiten, die Strafraumeinläufe von links können jedoch im 1-gegen-1 von Paul entschärft werden. Im letzten Spieldrittel lassen die Kräfte etwas nach auf beiden Seiten und es gibt das ein oder andere Foul mehr. Weitere Standards, Freistöße und Ecken führen jedoch auf beiden Seiten nicht zu Zählbarem. Die letzten zehn Minuten werden später treffend mit dem Begriff Abnutzungskampf beschrieben. Vielleicht sind das die einzigen Minuten, die tatsächlich das Prädikat dreckig verdienen. Alles andere war ein gefällig anzusehendes Fußballspiel mit tollen Kombinationen auf beiden Seiten, Spannung, Fairness und einem verdienten Heimsieger. Na dann, Prost!

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