BFV-Freizeit-Verbandsliga 1 Saison 2009/2010

Sa 17.10.09 Punktspiel: THC - Rudower Kickers I 0:3 (0:3) Lobeck

Aufstellung: Basti – Fred, Ümit (46., Paul), Timo – Ian (58., Rob), Micha, Malte, Elle – Lino – Kai, Oke (72., Roman)

Tore: 0:1 (15., Rudower Kickers), 0:2 (25., Rudower Kickers, Foulelfmeter), 0:3 (33., Rudower Kickers, dir. Freistoß)

SR: Frank M. Konietzka (so lala)

Gelbe Karten: Elle, Fred, Lino, Micha (alle Foulspiel), Ümit (Meckern)

Bank: Adi, Joe

Coach: Ian

Fans: Anne, Dosen-Dieter, Grauli, Grimmel, Luke, Miria (Kais Tochter), Weizen-Peter u.w.

Spielbericht: Grau wie der Oktoberhimmel war das Gesicht, das unsere Mannschaft an diesem Samstagnachmittag am Lobeck zeigte. Gegen einen spielerisch und körperlich starken Gegner wurde die erste Halbzeit völlig verschlafen. Weil die Zweikämpfe nicht angenommen wurden und wir in vielen Situationen einen Schritt zu spät waren, dominierten die Rudower Kickers von der ersten Minute an. Anstatt eines geordneten Spielaufbaus wurden die Bälle trotz des klitschigen Bodens hoch nach vorne gespielt und fanden sich prompt beim Gegner wieder. Dieser ließ Ball und Gegner laufen. Folgerichtig stand es nach 35 Minuten 0:3. Vor allem die starken Flügelspieler der mit einem 4-4-2 antretenden Rudower Kickers machten unserer Defensivabteilung schwer zu schaffen. Schon nach wenigen Minuten hätte es 0:1 stehen können. Glückerlicherweise semmelte ein Rudower Stürmer nach einer Flanke den Ball aus gut 7 Metern über das Tor. Aus einer ähnlichen Situation fiel in der 15. Minuten das 0:1. Nach einem guten Angriff verwertete ein gegnerischer Stürmer freistehend im Sechzehner. Das 0:2 war unnötig. Nach einer Ecke schubste Elle seinen Gegner und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Beim fälligen Elfmeter wurde Basti vom antretenden Gegenspieler verladen. Auch das dritte Tor fiel unglücklich aus einer Standardsituation. Ein Freistoß aus gut 20 Metern wurde geschossen, als Basti noch die Mauer einstellte. Der Aufsitzer ins rechte Eck war schwer zu halten. Damit war das Spiel entschieden. Bei zwei Abseitspositionen vor der Pause hatten wir Glück, dass der Schiedsrichter das Spiel abpfiff. Erst kurz vor der Pause erwachte unsere Offensivabteilung. Nach einer schönen Flanke vom Oke rutschte Elle nur knapp am Ball vorbei. Ansonsten hatten es die Stürmer schwer. Auf sich alleingestellt suchten Oke und Kai oft das 1 gegen 1, sahen sich jedoch meistens mehr als einem Gegenspieler gegenüber. Die Verteidigung der Gäste stand bemerkenswert gut.

Nach Ians Kabinenpredigt kam unsere Mannschaft mit ganz anderem Biss aus der Kabine. Das zeigte sich nicht zuletzt daran, dass sich einige unserer Spieler gelbe Karten abholten. Die taktischen Umstellungen, – Micha ersetzte Ümit als Libero, Paul nahm die defensive Mittelfeldposition ein, Oke und Lino spielten als Halbspitzen, – fruchteten. Nach zwei brenzligen Situationen kurz nach dem Anpfiff verlief die zweite Halbzeit ausgeglichen. Leider konnten die wenigen guten Konterchancen nicht zum Anschlusstreffer genützt werden. Meistens blieb der Ball noch vor dem Sechszehner bei den Gästen hängen. Pech hatte Oke. Nach einem akrobatischen Fallrückzieher landete er unglücklich auf dem Kopf und musste mit Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch auf diesem Weg gute Besserung!

Fazit: Im Grunde hat uns der Gegner vorgeführt, wie man in dieser Klasse zu spielen hat. Körperlich topfit, ein ruhiger, routinierter Spielaufbau und schnelle Vorstöße über die außen waren das Rezept, dem wir wenig entgegenzusetzen hatten. Dennoch hat man in der zweiten Halbzeit gesehen, dass man über den Kampf auch gegen einen stärkeren Gegner gut ins Spiel finden kann. Es wäre notwendig von der ersten Minuten an nahe am Mann zu stehen, die Zweikämpfe anzunehmen. Positiv herauszuheben ist, dass sich unsere Mannschaft nie aufgab und trotz des Rückstands weiterkämpfte. Bei der Mannschaftssitzung wurde viel über unsere taktische Ausrichtung diskutiert. Was unserem Spiel abgeht sind vor allem die Automatismen im Spielaufbau. Zuviele Bälle wurden auch in diesem Spiel unnötig verschenkt. Manchmal wäre es notwendig den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten, um Sicherheit zu gewinnen.

Joe